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Gemeinde Oberboihingen
Gemeinde Oberboihingen
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72644 Oberboihingen
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Veranstaltungen

Handel, Handwerk & Gewerbe

Das Gewerbe - Gestern und Heute

Die gewerbliche Entwicklung nahm ihren Anfang mit dem wichtigsten Handwerker, dem Schmied. Die erste nachweisbare Schmiede stand auf dem bevorzugten Platz vor der Kirche.
Bald baute sich ein solider Handwerkerstamm auf, ohne den eine gesunde Dorfentwicklung nicht denkbar gewesen wäre. In Oberboihingen waren vor allem die Schmiede, Wagner und Küfer, aber auch die Schuster, Maurer, Schneider und Bäcker stark vertreten.

Die Zunft der Weber war Mitte des 18. und 19. Jahrhunderts im Dorf sehr stark vertreten. Dann allerdings nahmen sie stetig ab und verschwanden weil sie dem einsetzenden starken Konkurrenzkampf mit den landauf, landab entstehenden Tuchfabriken nicht mehr standhalten konnten.

Eine außerordentliche Bedeutung und Tradition hatte in der über Jahrhunderte hinweg stark landwirtschaftlich geprägten Gemeinde die Schafhaltung. Oberboihingen war bereits im 19. Jahrhundert und bis etwa 1960 ein Zentrum der Schäferei in der Region, weil es hier zahlreiche Schäferfamilien gab. Die Schafweideverpachtung war noch im letzten Jahrhundert eine der Haupteinnahmequellen der Gemeinde. Die Schafhaltung prägte lange Zeit das Leben vieler Menschen, aber auch das Ortsbild mit einer Reihe von städtbaulich markanten Schäferhöfen.

Ein Wachstum der Gemeinde ist erst seit der Mitte des 18. Jahrhunderts zu verzeichnen. Die Bevölkerung wuchs von 404 Einwohnern im Jahr 1763 auf 815 im Jahr 1805 an. Dies hatte jedoch zur Folge, dass die Landwirtschaft, die bis zu diesem Zeitpunkt über Jahrhunderte hinweg der bestimmende Faktor in der Gemeinde war, nicht mehr ausreichende Nahrung für alle bot, so dass sich viele Bewohner einem Handwerk zuwandten. Die wirtschaftliche Lage besserte sich nach dem Bau der Eisenbahnlinie Plochingen – Reutlingen im Jahr 1859, da viele Einwohner in den umliegenden Städten und Gemeinden gute Verdienstmöglichkeiten fanden. Die Industrialisierung in Oberboihingen setzte erst verhältnismäßig spät, etwa Mitte der zwanziger Jahre dieses Jahrhunderts, ein.

Nach dem durch zwei Weltkriege, Inflation und Wirtschaftskrise bedingten wirtschaftlichen Stillstand in der ersten Hälfte des Jahrhunderts siedelten sich nach 1945 mit der Firma Adolf Stattmann, Robert Hildebrand GmbH, Wilhelm Vogel, Firma Rössler, Metallwarenfabrik Gustav Wahler sowie den Firmen Hermann Schaaf und Karl Schaaf einige größere Gewerbebetriebe an.
Die Gemeinde bemühte sich durch die Erschließung des Gewerbegebiets „Hinter der Burg/Gräben/Öhmdwiesen“ mit Erfolg um die Ansiedlung leistungsstarker Gewerbebetriebe.

Wirtschaftliche Struktur

Die ehemals stark landwirtschaftlich geprägte Gemeinde entwickelte sich aufgrund ihrer Lage an der Entwicklungsachse Plochingen, Nürtingen, Tübingen zu einer Arbeitwohn- und Industriegemeinde. Sie ist somit Teil des stark industrialisierten und dichtbesiedelten Ballungsraums Mittlerer Neckar.

Die wirtschaftliche Lage besserte sich nach dem Bau der Eisenbahnlinie Plochingen-Reutlingen im Jahr 1859, da viele Einwohner in den umliegenden Städten und Gemeinden gute Verdienstmöglichkeiten fanden.

Heute gibt es in Oberboihingen 1.445 Arbeitsplätze, darunter 899 im produzierenden Gewerbe und 546 im Dienstleistungsgewerbe. Als Berufseinpendler kommen nach Oberboihingen 1.151 Personen. Neben dem verarbeitenden Gewerbe mit insgesamt über 600 Arbeitsplätze im Bereich der Metallverarbeitung, des Maschinenbaus und der Elektrotechnik ist in Oberboihingen eine überdurchschnittlich große Zahl leistungsstarker Handwerksbetriebe - Zimmerei-, Gipser-, Maler-, Elektro- und Flaschnergeschäfte sowie Bauunternehmungen - ansässig, deren Wirkungskreis zum Teil weit über Oberboihingen hinausgeht. Das Handwerk stellt deshalb auch in der Gegenwart eine tragende Säule im wirtschaftlichen Leben Oberboihingens dar.

Für die Auspendler ist die verkehrsgünstige Lage Oberboihingens sehr bedeutsam. Die Gemeinde ist über die L 1250 an die ca. 4. km entfernten Anschlüsse der Autobahn A 8 sowie die B 313 und die Eisenbahnlinie Stuttgart-Tübingen mit einem Haltepunkt an das überörtliche Verkehrsnetz angeschlossen. Die Ortsdurchfahrt der Landesstraße wurde 1969 ausgebaut.

Neben dem verarbeitenden Gewerbe mit insgesamt über 600 Arbeitsplätze im Bereich der Metallverarbeitung, des Maschinenbaus und der Elektrotechnik sind die handwerklichen Betriebe eine tragende Säule im wirtschaftlichen Leben der Gemeinde. Die Zimmerer-, Gipser-, Maler- und Flaschnergeschäfte sowie die Bauunternehmungen, allesamt leistungsstarke Handwerksbetriebe, haben ihren Wirkungskreis weit über Oberboihingen hinaus.

Die größten Arbeitgeber sind heute die Firma BorgWarner (Firma Gustav Wahler) und die Firma Wilhelm Vogel GmbH.

Der Automobilzulieferer BorgWarner übernahm im Dezember 2013 die Anteile der Firma Gustav Wahler GmbH & Co. KG, die seit 1967 am Standort Oberboihingen ein leistungsfähiges Produktions- und Verwaltungsgebäude aufgebaut hat. Groß geworden ist die Firma Wahler mit Thermostaten zur Regelung der Kühlwassertemperatur im Motor. Außerdem werden Abgasrückführleitungen für Pkw-Dieselmotoren sowie Abgasrückführventile produziert, die dafür sorgen, dass die zurückgeführten Abgase im richtigen Verhältnis mit Frischluft versorgt werden. BorgWarner Inc. ist ein weltweiter Produktführer im Bereich hochentwickelter Komponenten und Systeme für den Antriebsstrang und entwickelt an den weltweit 63 Standorten Produkte zur Senkung des Kraftstoffverbrauchs, Reduktion von Emissionen und Steigerung der Leistung.

Wilhelm Vogel gründete 1947 die Firma Wilhelm Vogel KG. Die Firma Vogel Antriebstechnik fertigt Kegelradgetriebe, Planetengetriebe, Drehzahlüberlagerungsgetriebe, Getriebekombinationen, Sonderanfertigungen und Zahnräder für alle Branchen.

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